Fenchel-Avocado-Salat / Insalata di finocchio e avocado

Erst kam Silvester, dann begann die Fastenzeit und damit jede Menge Vorsätze. Bei mir waren das, in keiner bestimmten Reihenfolge: Öfter mal auf Kohlenhydrate verzichten (nach wenigen Stunden über den Haufen geworfen), unter der Woche keinen Alkohol mehr trinken (aufgegeben, als 2 Tage später mein Lieblingswein im Angebot war. Zeichen vom Himmel sollte man nicht ignorieren!) und auf Süßigkeiten verzichten (beim ersten Nachmittagstief aufgegeben).

Ich merke es einfach immer wieder: Das mit dem Verzicht funktioniert so gar nicht bei mir. Die Gelegenheiten sind einfach zu viele, die Lust zu groß. Und als ich mir letztens brav Zucchini-Nudeln gedreht habe, nur um dann später am Abend gierig über die „echte“ Pasta herzufallen, die mein Freund übrig gelassen hat, war klar: Erstens wird es so nur noch viel schlimmer und zweitens sind es mir die paar Kilo weniger nicht wert, auf so viele heiß geliebte Dinge zu verzichten. Dann halte ich es doch lieber mit ganz viel Sport – ist eh besser für den Geist!

Und wenn das schlechte Gewissen zwischendurch doch mal zu groß wird, gibt es eben einen feinen Salat, der so gut schmeckt, dass ich Nudeln erstmal vergesse ( – zumindestes, bis es Zeit fürs Abendessen wird).

Der Fenchel schmeckt besonders fein, wenn er ein wenig mit Olivenöl und Zitronensaft mariniert wird

Der Fenchel schmeckt besonders fein, wenn er ein wenig mit Olivenöl und Zitronensaft mariniert wird

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Tripoline mit Enten-Ragout / Tripoline con ragu di anatra

Hier war es lange sehr ruhig – ich habe die Weihnachtsfeiertage ungefähr genauso ruhig verbracht wie die Tage davor hektisch waren und bin dann ganz gemütlich ins neue Jahr gerutscht und komme jetzt erst langsam an. Der Herd läuft allerdings auch schon auf Hochtouren – er lief eigentlich die ganze Zeit. Zuhause in Hamburg probiere ich irgendwie am liebsten neue Dinge aus – gerade mit meiner Mutter zusammen bringt das am meisten Spaß, denn die ist dann doch immer noch einen Ticken experimentierfreudiger als ich, das steckt an! Und zusammen in der Küche stehen ist nach wie vor einfach das Schönste.

Dieses Mal haben wir eine Variation eines Klassikers mitgebracht – Pasta mit Ragout geht einfach immer, bei mir zuhause steht es sicher einmal die Woche auf dem Tisch. Weil noch jede Menge Entenkeulen im Vorrat waren, mussten die dieses Mal dran glauben und in der Sauce landen. Und es war herrlich! Schon allein der Duft hat gleich meine ganze Familie in die Küche gelockt. Und spätestens beim ersten Bissen weiß man, dass sich auch die Friemelarbeit, die das Auslösen des Fleischs leider ist, absolut lohnt!

Die Sauce köchelt lange auf dem Herd, so verbreitet sich der köstliche Duft - perfekt!

Die Sauce köchelt lange auf dem Herd, so verbreitet sich der köstliche Duft – perfekt!

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Küchen-Fail #2: In der Weihnachtsbäckerei

Als Kind wird einem das auch vollkommen falsch vorgelebt – da darf man Teig aus der Schüssel naschen, ein paar Plätzchen verzieren und wenn man keine Lust mehr hat, geht man eben spielen. Ich würde gerne jetzt spielen gehen.

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Weihnachten nähert sich und alle produzieren fleißig Kekse. Ich wollte auch mitmachen. Wie es geklappt hat, lest ihr hier!

Wenn die Kekse mit dir sprechen: "Hallo! Wir sind ungenießbar!"

Wenn die Kekse mit dir sprechen: „Hallo! Wir sind ungenießbar!“

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Pikantes Linsengemüse mit Scampi / Lenticchie con Scampi

Endlich! Dieses Rezept habe ich schon so oft versprochen und endlich kann ich es hier auf dem Blog zeigen. Der Grund, warum es so lange gedauert hat: Bis der erste Bissen in meinem Mund verschwand, war ich mir noch gar nicht soo sicher, ob ich Linsen überhaupt mag. Deswegen habe ich das Experiment auch immer wieder vor mir hergeschoben. Aber die Hülsenfrüchte haben mich voll und ganz überzeugt! Ich war schon fast ein bisschen überrascht, dass sie soooo gut waren.

Das Gericht ist in Umbrien ein traditionelles Wintergericht, das vor allem gerne zu den Feiertagen serviert wird. Schon allein die Zutaten, das Wurzelgemüse, die Linsen, rufen quasi nach gemütlichem Schmuddelwetter. Pikant angemacht heizt das Gemüse schön ein – und mit den edlen Scampi dazu wird ein wenig festlich, so wie der Dezember eben ist. Daher nehme ich mit diesem Gericht an dem Blogevent von Domenico von Cookingitaly und Sonja von Amor & Kartoffelsack teil – ein tolles Event, das den Schweinwerfer eben auf die winterliche Küche Italiens richtet, die man vielleicht eher nicht so kennt. Ich liebe die deftigen Schmorgerichte, alles, was mit feinen Wintersalaten oder Maronen zu tun hat. Irgendwie ist ein gutes Essen, finde ich, in der kalten, grauen und oft ja auch mal verregnten Jahreszeit umso wichtiger, denn so wird uns wenigstens von Innen warm. Also hüpft ruhig mal rüber zu der Pinnwand des Events, auf der sich nach und nach die ganzen Beiträge sammeln.

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Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse / Carpaccio di barbabietola

Für die Überschrift musste ich heute ein Wörterbuch aufschlagen, um rote Bete nachzuschlagen und bin von dem italienischen Wort ganz begeistert: Barbabietola. Wie das klingt! Ich finde, bei dem Klang ist man der Knolle gegenüber, an der sich die Geister ja ein wenig schneiden, gleich viel positiver gestimmt. Ich bin ja eh großer Fan und finde, jeder sollte es sein. Denn die hübsche barbabietola ist nicht nur – natürlich – ziemlich gesund, sondern ist, so finde ich, mit ihrem intensiven, leicht erdigen Geschmack auch mit das Beste, was das Wintergemüse so zu bieten hat. Und wie immer gilt auch hier die Regel: Mit gebackenem Käse ist alles gleich doppelt so gut!

Mit Thymian und Honig im Ofen gebacken, wird der Ziegenkäse herrlich aromatisch

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Küchen-Fail #1: Das Frühstücksei

Vor ein paar Monaten kaufte ich mir ein Waffeleisen. Ich sah gemütliche Sonntagvormittage, süße Waffeln, deftige Waffeln, welche mit Kartoffeln und Käse oder Maracuja-Curd. Ich sah mich die Waffeln brutzeln, auf einem Teller stapeln, mit verschiedenen Mehlsorten zu experimentieren und dann bei Instagram zu präsentieren. Mit diesen Bildern im Kopf sprang ich eines Sonntagsmorgens fröhlich in meine Küche.

Spulen wir ca. 30 Minuten vor: Da stehe ich, im vollgleckerten Schlafanzug (der Teig wollte nicht so wie ich) vor dem eingesauten Herd (der Teig wollte nicht ins Waffeleisen) inmitten von Scherben (ich wollte eine Schüssel holen und habe dabei mein ganzes Regal abgeräumt) und dachte mir: Na das kannst du aber nicht bloggen.

Und dann habe ich mir überlegt: Wem passiert so etwas eigentlich nicht? Und warum sollte man nicht zusammen lachen über die idiotischen, schief laufenden Momente im Küchenleben? Daher werde ich sie euch unter dem super jugendlichen, hashtag-würdigem Titel „Küchen-Fail“ in einer regelmäßigen aber hoffentlich nicht zuuuu häufigen Serie präsentieren.

Los geht’s mit einer alltäglicheren Art des Frühstücks als der perfekten Waffel:  Die Sache mit dem Eierkochen.

Eier kochen - nichts einfacher als das?

Eier kochen – nichts einfacher als das?

 

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Spaghetti mit Schinken / Spaghetti con prosciutto

Die letzten Tage war es hier sehr still, denn wir haben die wirklich letzten warmen Tage noch schnell mitgenommen und waren in Italien, in Lugurien, um genauer zu sein, und haben den wohlverdienten Sommerurlaub genossen. Ein ausführlicher Blogpost über den Urlaub und alle Köstlichkeiten folgt noch, deswegen sei hier nur kurz gesagt: Es war traumhaft! Herrliches Wetter, ein richtig schöner Ort und soooo viel gutes Essen! Zum Auftakt haben wir uns jeden Abend erstmal eine große Schüssel Muscheln geteilt, das war mein persönliches Highlight – und natürlich Pasta, Pasta, Pasta.

Gerade vor Ort merkt man dann auch wieder, was die italienische Küche ausmacht: Sie ist so gut, weil sie so schlicht ist. Kein Schnickschnack, kein Chichi. Muscheln, ein wenig Gemüse, Weißwein: Fertig. Pasta, Knoblauch, Tomaten: Fertig. Deswegen habe ich heute für euch auch ein ganz einfaches, schnelles Pastagericht, das vor allem durch’s… „Drapieren“ der Zutaten spannend – und lecker wird!

weißer Teller mit Spaghetti, Tomatensauce und Schinken

Der Schinken wird über die Pasta gelegt – so schmilzt er ganz leicht an und schmeckt mit den Spaghetti zusammen aufgerollt himmlisch!

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Pizza Bruschetta

Meine Küche ist nicht besonders groß und relativ vollgestellt: Da stapelt sich die Kaffeemaschine auf der Tiefkühltruhe, der kleine Kontaktgrill auf dem Toaster, darauf der Brotkorb, auf dem Kühlschrank meine Sammlung Pasta. Bei jedem neuen Küchenutensil muss ich also wirklich überlegen: Brauche ich das? Und so werden die meisten Einkäufe schon im Vorfeld abgeschmettert. Genauso erging es einem Pizzastein, den ich schon so oft im virtuellen Warenkorb hatte, dann aber nie zugeschlagen habe. Denn: Wohin damit und – brauche ich das?

Inzwischen weiß ich: JA! Ich brauche das! Unbedingt. Denn seit ich dieses Jahr an meinem Geburtstag von meinen lieben Freundinnen einen Stein geschenkt bekommen und ihn das erste Mal ausprobiert habe, will ich ihn nicht mehr missen. Und dann ist plötzlich auch Platz (zur Not kommt er mit ins Bett!). Inzwischen wohnt er brav angelehnt an meinen Kühlschrank und ich freu mich jedes Mal, wenn ich ihn sehe, denn ich weiß: Dieser Stein bringt mir soooo gute Pizza. Tatsächlich kommt das Endprodukt dem aus einem richtigen Steinofen schon ziemlich nahe und ich denke, das ist so das Beste, was man daheim hinbekommen kann. Wir haben mit dem Stein gleich eine regelrechte Pizza-Party gefeiert und über mehrere Stunden und viele kleine Pizzen, die wir immer anders belegt haben, gut 1 kg Pizzateig weggefuttert. Zu zweit. Ich kann nicht ganz einschätzen, wo es danach mehr abging: In meinem Ofen oder auf meiner Waage. Aber gut wars! Mein Favorit des Gelages: Pizza Bruschetta. Ich mag es, wenn kalt auf heiß trifft und Tomaten sind eh immer ne gute Sache.

Pizza Bruschetta

Ich hab das mit dem Teig ausrollen ohne Nudelholz (das macht man so als Italiener, habe ich gehört und will mich natürlich an die Spielregeln halten) noch nicht so raus… Trotzdem lecker und knusprig!

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Lillet-Risotto mit Feigen und Schinken / Risotto con fichi e prosciutto

Kennt ihr das? Man probiert ein neues Gericht aus, schmeißt ein paar Zutaten zusammen, improvisiert hier und da, kann nicht wirklich an den Erfolg glauben – und dann landet der erste Bissen im Mund und man möchte am liebsten aufspringen, weil es so gut ist.

Genauso erging es mir mit diesem Risotto. Ich war eigentlich so gar nicht in Risotto-Stimmung, hatte keinen Weißwein im Haus… Trotzdem hab ich einfach angefangen, zwischendurch so richtig Fahrt aufgenommen und das Ergebnis hat mir so gut geschmeckt, dass ich es am nächsten Tag direkt noch einmal gekocht habe.

Statt Weißwein – der leider zur Pizza am Tag davor komplett vernichtet wurde, Schande über mein Haupt – habe ich Lillet verwendet. Das passte perfekt und wird jetzt sicher häufiger so gemacht! Man merkt, ich bin ganz verliebt in diese Kreation, also stopp ich die Schwärmerei an dieser Stelle lieber und präsentiere euch direkt das Rezept.

(Nur eine Sache noch schnell: Feigen sind die wohl perfektesten Früchte der Welt! Wie kann etwas nur so hübsch und gleichzeitig so lecker sein?)

Feigen sind für mich die Helden des Herbsts - und passen perfekt in dieses Risotto

Feigen sind für mich die Helden des Herbsts – und passen perfekt in dieses Risotto

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Zucchini-Muffins / Muffins di zucchine

Jaa, noch ein Zucchini-Rezept und jaa, ein sommerliches Rezept und das, obwohl ich hier gerade relativ fröstelnd in dicker Strickjacke vorm Rechner sitze. Heute in genau zwei Wochen geht es für mich endlich in den Sommerurlaub nach Italien (hallo Cinque Terre <3), und so lange das noch aussteht, ist in der Casa Diamanti hochoffiziell noch Sommer.

Die Muffins kommen übrigens komplett ohne Mehl aus und bestehen aus einer soufflé-artigen Masse, die auch nrav ein wenig im Ofen hochgeht (nach einiger Zeit vor der Kamera hatten die kleinen Muffins allerdings keinen Bock mehr und sind genervt in sich zusammen gefallen). Ich fand sie super zum Frühstück!

Zucchini-Muffin

Hübsch verpackt perfekt zum Mitnehmen

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